Wie viele Katzen gibt es in Italien? Mehr Katzen als Hunde und ein wachsender Markt
Informativer Ratgeber auf Basis anerkannter tierärztlicher Quellen. Bei Symptomen wende dich immer an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
Italien ist eines der großen Katzenländer Europas. Ein Spaziergang durch Rom, zwischen Ruinen und Katzenkolonien, genügt, um das zu ahnen. Aber wie viele Katzen leben tatsächlich in italienischen Haushalten? Wir werfen einen Blick auf die zwei maßgeblichen Quellen und darauf, was sie über die Beziehung der Italiener zu ihren Katzen verraten.
Zwischen 11 und 11,9 Millionen Katzen
Die Zahl schwankt je nach Quelle leicht:
- Der Rapporto Assalco-Zoomark 2026, der Jahresbericht des italienischen Verbands der Unternehmen für Heimtiernahrung und -pflege (Assalco) und der Messe Zoomark, schätzt für 2025 11 Millionen Katzen und 9,1 Millionen Hunde.
- Der europäische Bericht FEDIAF „Facts & Figures 2026“ mit Daten von 2024 kommt für Italien auf 11,9 Millionen Katzen und 9 Millionen Hunde.
Wie hoch die genaue Zahl auch sein mag, das Fazit ist dasselbe: In Italien gibt es mehr Katzen als Hunde, und laut FEDIAF liegt das Land bei der Zahl der Katzen in Europa auf Platz vier, nur hinter Frankreich, Deutschland und Großbritannien.
Ein Land mit unglaublich vielen Heimtieren
Laut dem Rapporto Assalco-Zoomark 2026 hat Italien rund 53,6 Millionen Heimtiere, wenn man alle Arten zusammenzählt. Die zahlreichsten sind weder Katzen noch Hunde, sondern Fische (25,3 Millionen). Danach folgen Katzen (11 Millionen), Hunde (9,1 Millionen), Vögel (4,1 Millionen), Reptilien und Amphibien (2,7 Millionen) und Kleinsäuger (1,4 Millionen).
Zum Vergleich: Italien hat rund 59 Millionen Einwohner – es gibt also fast so viele Heimtiere wie Menschen.
Die Katze hat auch beim Einkauf das Sagen
Der Bericht von Assalco-Zoomark widmet dem Markt einen großen Teil. 2025:
- erreichten die Ausgaben für Heimtiernahrung und -pflege 5,3 Milliarden Euro, 2,5 % mehr als 2024.
- entfielen auf Hunde- und Katzennahrung 4,2 Milliarden, 79 % des Gesamtvolumens.
- machte Katzennahrung 56 % des Umsatzes aus, mit 2,353 Milliarden Euro und einem Wachstum von 4,3 %.
- wuchsen im Katzensegment vor allem Nassfutter (+4,7 %) und Leckerlis und Snacks (+7,2 %).
- kam Hundenahrung auf 1,848 Milliarden Euro (44 %), mit einem moderateren Wachstum von 0,7 %.
Das heißt: In Italien wird mehr Geld für Katzenfutter als für Hundefutter ausgegeben – was nicht in jedem Land der Fall ist.
Warum es in Italien so viele Katzen gibt
- Historische Städte und Wohnungen: In den Innenstädten mit alten Gebäuden und Wohnungen ohne Garten passt eine Katze besser als ein Hund.
- Eine lange Tradition des Zusammenlebens: Katzenkolonien gehören in vielen italienischen Städten zum Stadtbild, und in Rom sind manche fast schon eine Touristenattraktion.
- Immer kleinere Haushalte: In ganz Europa nimmt die Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte zu – und gerade dort ist die Katze oft die Mitbewohnerin der Wahl.
Der Trend: Nassfutter und Leckerlis
Das Wachstum bei Nassfutter und Leckerlis ist ein Trend, der sich auch im übrigen Europa beobachten lässt. Laut FEDIAF sind mengenmäßig rund 61 % des in Europa verkauften Katzenfutters Nassfutter. Für deine Katze hat Nassfutter einen klaren Vorteil: Es liefert viel Wasser – wichtig bei einem Tier, das von Natur aus wenig trinkt.
Bei Leckerlis solltest du allerdings maßhalten: Sie sollten nur einen kleinen Teil der täglichen Kalorien ausmachen. Frag deinen Tierarzt, wenn deine Katze zu Übergewicht neigt.
Was uns die Zahlen aus Italien sagen
Italien bestätigt einen europäischen Trend: Die Katze ist in vielen Ländern zum beliebtesten Heimtier geworden, und Familien investieren immer mehr in ihre Ernährung und ihr Wohlbefinden. Im Vergleich zu Spanien, wo laut FEDIAF rund 4,9 Millionen Katzen leben, hat Italien mehr als doppelt so viele – bei einer nicht viel größeren Bevölkerung.
Kurz gesagt: In Italien leben zwischen 11 und 11,9 Millionen Katzen, mehr als Hunde, und mit Katzennahrung werden jährlich über 2,3 Milliarden Euro umgesetzt.
Im Katlune-Blog findest du weitere Zahlen zu Katzen in Europa, und im Club Katlune erzählen wir dir jede Woche das Spannendste.
Quellen: Assalco-Zoomark, Rapporto Assalco-Zoomark 2026 (Daten von 2025), zitiert von QuiFinanza und der Fachpresse; FEDIAF, „Facts & Figures 2026“ (Daten von 2024).
Die Informationen von Katlune dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen weder Diagnose noch Behandlung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt.