Wie viel Wasser sollte deine Katze trinken? Anzeichen für Flüssigkeitsmangel

14. Oktober 20261 Min. Lesezeit
Wie viel Wasser sollte deine Katze trinken? Anzeichen für Flüssigkeitsmangel

Informativer Ratgeber auf Basis anerkannter tierärztlicher Quellen. Bei Symptomen wende dich immer an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Katzen stammen von Wüstenkatzen ab, die fast ihren gesamten Wasserbedarf über ihre Beute deckten. Deshalb ist ihr Durstgefühl bis heute schwach ausgeprägt, und viele trinken weniger, als gut für sie wäre. Sie ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen, ist eine der einfachsten Möglichkeiten, ihre Nieren und Harnwege zu schützen.

Wie viel Wasser braucht sie pro Tag?

Als grober Richtwert braucht eine erwachsene Katze etwa 50 ml Wasser pro Kilo Körpergewicht und Tag – gerechnet wird das Wasser, das sie trinkt, plus das, was sie über das Futter aufnimmt. Eine 4 kg schwere Katze bräuchte also rund 200 ml täglich.

Das Futter spielt dabei eine große Rolle: Nassfutter besteht zu etwa 75–80 % aus Wasser, Trockenfutter dagegen nur zu rund 10 %. Eine Katze, die ausschließlich Trockenfutter frisst, muss deutlich mehr trinken.

7 Tricks, damit sie mehr trinkt

  • Stell das Wasser getrennt von Futter und Katzenklo auf. Katzen trinken nicht gern dort, wo sie fressen oder ihr Geschäft verrichten.
  • Biete mehrere Wasserstellen in der Wohnung an, vor allem wenn du mehr als eine Katze hast.
  • Nimm breite, flache Näpfe aus Keramik, Glas oder Edelstahl. Viele Katzen mögen es nicht, wenn ihre Schnurrhaare den Rand berühren.
  • Probier einen Trinkbrunnen aus. Bewegtes Wasser zieht viele Katzen magisch an. Reinige ihn regelmäßig und wechsle den Filter nach Herstellerangaben.
  • Wechsle das Wasser täglich und spül den Napf häufig aus.
  • Füttere auch Nassfutter, selbst wenn es nur eine Mahlzeit am Tag ist.
  • Achte auf ihre Vorlieben: Manche Katzen trinken am liebsten direkt aus dem Wasserhahn, andere aus einem hohen Glas. Stell dich auf deine Katze ein.

Anzeichen von Austrocknung

  • Müdigkeit oder weniger Lust zu spielen.
  • Trockenes oder klebriges Zahnfleisch.
  • Eingesunkene Augen.
  • Die Nackenhaut braucht lange, um nach sanftem Hochziehen wieder in ihre Position zurückzukehren.
  • Sie uriniert weniger als sonst.
Wann du sofort zum Tierarzt solltest: Wenn deine Katze 24 Stunden lang keinen Urin absetzt oder im Katzenklo presst, ohne dass etwas kommt (vor allem bei Katern), ist das ein Notfall.

Und wenn sie zu viel trinkt?

Auch deutlich mehr zu trinken als sonst ist ein Warnzeichen. Dahinter können Nierenprobleme, Diabetes oder eine Schilddrüsenerkrankung stecken, besonders bei älteren Katzen. Wenn dir auffällt, dass der Napf viel schneller leer ist oder sie mehr uriniert, sprich mit deinem Tierarzt darüber.

Die Informationen von Katlune dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen weder Diagnose noch Behandlung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

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